Atemtherapie · Physio2Move Wetzikon

Atemtherapie in Wetzikon – Bewusst atmen, besser leben

Atemtherapie ist ein gezieltes physiotherapeutisches Verfahren zur Verbesserung der Atemmechanik, Lungenbelüftung und Sauerstoffversorgung. Bei Physio2Move kombinieren wir evidenzbasierte Atemtechniken mit manueller Therapie und aktivem Training – für messbare Ergebnisse bei Atemwegserkrankungen, nach Operationen und im Alltag.

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Was ist Atemtherapie?

Atemtherapie umfasst verschiedene physiotherapeutische Techniken, die auf eine Optimierung der Atembewegung, der Körperhaltung und der Lungenfunktion abzielen. Während die Ruheatmung unwillkürlich abläuft (12–16 Atemzüge pro Minute), ist Atemtherapie ein aktiver, bewusster Prozess unter Anleitung eines qualifizierten Physiotherapeuten.

Die Atmung ist die einzige Körperfunktion, die sowohl unbewusst (vegetativ) als auch willentlich gesteuert werden kann. Über die Formatio reticularis im Hirnstamm ist sie mit dem vegetativen Nervensystem, der Herzfunktion, dem Blutkreislauf und dem emotionalen Empfinden verbunden. Genau diese Verbindung macht Atemtherapie zu einem wirkungsvollen Instrument – sowohl für körperliche als auch für psychische Beschwerden.

Physio2Move-Ansatz: Wir setzen Atemtherapie nicht isoliert ein, sondern integrieren sie in ein ganzheitliches Behandlungskonzept – kombiniert mit manueller Therapie, Triggerpunkttherapie und medizinischem Training (MTT). So behandeln wir nicht nur die Atemfunktion, sondern auch die zugrundeliegenden Ursachen.

Wann hilft Atemtherapie?

Atemtherapie wird bei einer Vielzahl von Erkrankungen und Beschwerden eingesetzt. Bei Physio2Move behandeln wir Patienten mit folgenden Indikationen:

Atemwegserkrankungen

  • COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung)
  • Asthma bronchiale
  • Chronische Bronchitis mit vermehrter Schleimbildung
  • Long Covid – Atembeschwerden nach COVID-19
  • Lungenentzündung (Pneumonie)
  • Mukoviszidose

Postoperative Rehabilitation

  • Nach Thorax-Operationen (Brustkorb, Lunge)
  • Nach Bauchoperationen (verminderte Zwerchfellbeweglichkeit)
  • Nach längerer maschineller Beatmung (Weaning)
  • Prä- und postoperative Atemoptimierung
  • Nach Rippenfrakturen

Weitere Indikationen

  • Neurologische Erkrankungen (ALS, Schlaganfall, Multiple Sklerose)
  • Wirbelsäulenveränderungen (Skoliose, Kyphose)
  • Stress, Angstzustände und Burnout
  • Chronische Schmerzsyndrome
  • Schwangerschaft und Geburtsvorbereitung
  • Leistungsoptimierung im Sport

Methoden der Atemtherapie bei Physio2Move

Unsere Therapeuten wählen die Methoden individuell nach Befund und Therapieziel aus. Die wichtigsten Techniken im Überblick:

Methode Ziel Anwendung
Lippenbremse Atemwege offenhalten bei der Ausatmung COPD, Asthma, akute Luftnot
Bauchatmung (Zwerchfellatmung) Tiefe Lungenbelüftung, Zwerchfellaktivierung Alle Indikationen, Entspannung
Atemlenkung Gezielte Belüftung bestimmter Lungenabschnitte Post-OP, Pneumonie-Prophylaxe
Thoraxmobilisation Beweglichkeit des Brustkorbs verbessern Wirbelsäulenbeschwerden, Skoliose
Sekretmobilisation Abtransport von Schleim aus den Atemwegen COPD, Mukoviszidose, Bronchitis
Atemmuskeltraining Kräftigung von Zwerchfell und Interkostalmuskeln Neurologische Erkrankungen, Post-Beatmung
Reflektorische Atemtherapie Einfluss auf vegetatives Nervensystem via Reflexzonen Stress, Verspannungen, chronische Schmerzen
Entspannende Atemtechniken Stressabbau, Beruhigung des Nervensystems Burnout, Angst, Schlafstörungen
Unser Vorteil in Wetzikon: Als Physiotherapie-Praxis verbinden wir Atemtherapie direkt mit manueller Gelenk- und Weichteilarbeit. Eingeschränkte Rippengelenke, verspannte Atemhilfsmuskulatur oder Fehlhaltungen der Brustwirbelsäule werden parallel behandelt – das steigert die Wirksamkeit der Atemtherapie deutlich.

Was bewirkt Atemtherapie?

Regelmässig angewandte Atemtherapie hat nachweisbare Effekte auf Körper und Psyche:

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Verbesserte Lungenbelüftung

Tiefere Atmung vergrössert das Atemzugvolumen und verbessert den Gasaustausch in den Alveolen.

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Optimierte Sauerstoff­versorgung

Bessere O₂-Aufnahme stärkt den Zellstoffwechsel, verbessert die Konzentration und reduziert Müdigkeit.

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Stressreduktion

Bewusste Ausatmung aktiviert den Parasympathikus – Herzfrequenz, Blutdruck und Muskelspannung sinken.

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Gesteigerte Belastbarkeit

Trainierte Atemmuskulatur und effizientere Atemmechanik erhöhen die körperliche Leistungsfähigkeit.

Weitere nachgewiesene Wirkungen

  • Schmerzlinderung: Vertiefte Atmung kann die Schmerzwahrnehmung reduzieren und fördert die Ausschüttung körpereigener Endorphine.
  • Verbesserter Schleimtransport: Gezielte Techniken wie Huffing, forcierte Exspiration und Vibrationstechniken mobilisieren Sekret in den Atemwegen.
  • Harmonisierung des vegetativen Nervensystems: Eine regelmässige, tiefe Atmung verbessert die Durchblutung aller Organe und balanciert Sympathikus und Parasympathikus.
  • Lösung von Muskelverspannungen: Insbesondere Nacken-, Schulter- und Brustmuskulatur profitieren von einer korrekten Atembewegung.
  • Verbesserte Schlafqualität: Abendliche Atemübungen (5–10 Minuten) können das Einschlafen erleichtern und die Tiefschlafphasen verlängern.

Ablauf der Atemtherapie bei Physio2Move

Unser Therapieprozess folgt einem strukturierten, individuell angepassten Ablauf:

1

Anamnese und Atembefund

Im Ersttermin (60 Minuten) erfassen wir Ihre Krankengeschichte, analysieren Ihr Atemmuster und führen eine Funktionsdiagnostik durch: Atemfrequenz, Atemtiefe, Beweglichkeit des Brustkorbs, Zwerchfellaktivität und Körperhaltung. Bei Bedarf werden ärztliche Befunde (Röntgen, Lungenfunktionstest) einbezogen.

2

Individueller Therapieplan

Basierend auf dem Befund erstellen wir einen massgeschneiderten Plan mit konkreten Zielen: z.B. Atemzugvolumen erhöhen, Sekretolyse verbessern, Atemnot bei Belastung reduzieren oder Atemhilfsmuskulatur kräftigen. Wir legen gemeinsam den Zeitrahmen fest.

3

Aktive Behandlung

Jede Folgesitzung (25 Minuten Therapie) kombiniert passive Techniken (Thoraxmobilisation, manuelle Therapie am Zwerchfell, Dehnung der Atemhilfsmuskulatur) mit aktiven Übungen (Atemlenkung, Atemmuskeltraining, Sekretmobilisation). Sie erhalten jedes Mal Übungen für zuhause.

4

Verlaufskontrolle und Anpassung

Wir überprüfen regelmässig Ihre Fortschritte und passen die Therapie bei Bedarf an. Unser Ziel: Ihnen die Techniken so beizubringen, dass Sie sie langfristig selbstständig im Alltag anwenden können.

Atemübungen für den Alltag

Diese Techniken können Sie nach Anleitung durch unsere Therapeuten eigenständig zuhause anwenden:

Lippenbremse

Ziel: Atemwege offenhalten, kontrollierte Ausatmung

Ausführung: Atmen Sie durch die Nase ein. Atmen Sie langsam durch die fast geschlossenen Lippen aus – als wollten Sie eine Kerze zum Flackern, aber nicht zum Erlöschen bringen. Die Ausatmung sollte doppelt so lang sein wie die Einatmung.

Wann: Bei Luftnot, COPD, Asthma-Anfall, nach Belastung

Kutschersitz

Ziel: Brustkorb aufweiten, Atemhilfsmuskulatur entlasten

Ausführung: Setzen Sie sich breitbeinig auf einen Stuhl. Stützen Sie die Ellenbogen auf die Knie, der Rücken bleibt gerade. In dieser Position atmen Sie ruhig und tief. Kombinierbar mit Lippenbremse.

Wann: Bei akuter Atemnot, nach sportlicher Belastung

Bauchatmung (Zwerchfellatmung)

Ziel: Tiefe Lungenbelüftung, Zwerchfellaktivierung

Ausführung: Legen Sie sich auf den Rücken, Hände auf den Bauch. Atmen Sie durch die Nase ein – der Bauch hebt sich. Atmen Sie langsam durch den Mund aus – der Bauch senkt sich. 5–10 Minuten, 2x täglich.

Wann: Täglich, als Basisübung, bei Stress und Verspannungen

Flankenatmung

Ziel: Seitliche Lungenabschnitte belüften, Brustkorb mobilisieren

Ausführung: Legen Sie die Hände seitlich an die unteren Rippen. Atmen Sie ein und lenken Sie den Atem bewusst in die Flanken – spüren Sie, wie sich die Rippen nach aussen bewegen. Langsam ausatmen.

Wann: Bei eingeschränkter Brustkorbbeweglichkeit, Skoliose

Wichtig: Diese Übungen ersetzen keine professionelle Atemtherapie. Bei bestehenden Atemwegserkrankungen sollten die Techniken zunächst unter physiotherapeutischer Anleitung erlernt werden. In unserer Praxis zeigen wir Ihnen die korrekte Ausführung und passen die Übungen an Ihre individuelle Situation an.

Atemtherapie bei Physio2Move – Ihre Vorteile

Physiotherapeutische Kompetenz

Unsere Therapeuten verfügen über anerkannte Diplome (SRK/Physioswiss) und bilden sich kontinuierlich in Atemphysiotherapie weiter. Atemtherapie ist integrativer Bestandteil der allgemeinen Physiotherapie.

Ganzheitlicher Ansatz

Wir behandeln nicht nur die Atmung, sondern auch die Ursachen: Haltungsprobleme, Gelenkblockaden, Muskelverspannungen und eingeschränkte Brustkorbbeweglichkeit – alles in einer Sitzung.

Moderne Praxis in Wetzikon

Unsere helle Praxis im Aabach Health (Buchgrindelstrasse 15) verfügt über einen eigenen Fitnessbereich – ideal für die Kombination von Atemtherapie und aktivem Training.

Atemtherapie und Krankenkasse in der Schweiz

Atemtherapie ist Teil der Physiotherapie und wird in der Schweiz von der Grundversicherung (OKP) übernommen, wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt. Physio2Move ist von der Grundversicherung anerkannt.

Was Sie benötigen

  • Ärztliche Verordnung für Physiotherapie (Formular von Ihrem Hausarzt oder Spezialisten)
  • Aktuelle Krankenkassenkarte
  • Bei Unfall: Unfallmeldung (UVG-Nummer)
  • Vorhandene Befunde: Röntgen, MRI, Lungenfunktionstest

Gut zu wissen

  • Pro Verordnung werden in der Regel 9 Sitzungen bewilligt
  • Erstbefund: 60 Minuten – Folgesitzungen: 30 Minuten
  • Praxis geöffnet Mo–Sa (6 Tage die Woche)
  • Termine spätestens 24 Stunden vorher absagen

FAQ zur Atemtherapie

Was wird bei einer Atemtherapie gemacht?

Bei einer Atemtherapie sitzt oder liegt der Patient in einer entspannten Position und wird vom Therapeuten durch verschiedene Atemübungen geführt. Dazu gehören tiefes Bauchatmen, bewusstes Ausatmen, rhythmisches Atmen und Atemlenkung in bestimmte Lungenabschnitte. Zusätzlich setzt der Therapeut manuelle Techniken ein: Mobilisation der Rippengelenke, Dehnung der Atemhilfsmuskulatur und Vibrationstechniken zur Sekretmobilisation. Das Ziel ist eine vertiefte, gleichmässige Atmung, die Verspannungen löst und die Lungenfunktion verbessert.

Für wen ist Atemtherapie geeignet?

Atemtherapie eignet sich für Patienten mit Atemwegserkrankungen (COPD, Asthma, chronische Bronchitis), nach Operationen am Brustkorb oder Bauch, bei neurologischen Erkrankungen (Schlaganfall, Multiple Sklerose, ALS), bei Long Covid mit Atembeschwerden, bei Stress und Burnout, während der Schwangerschaft und zur sportlichen Leistungsoptimierung. Auch bei chronischen Rückenschmerzen und Haltungsproblemen kann Atemtherapie helfen, da Fehlhaltungen die Atemmechanik einschränken.

Wird Atemtherapie von der Krankenkasse bezahlt?

Ja. Atemtherapie ist Teil der Physiotherapie und wird in der Schweiz von der Grundversicherung (OKP) übernommen, sofern eine ärztliche Verordnung vorliegt. Physio2Move ist grundversicherungsanerkannt. Pro Verordnung werden in der Regel 9 Sitzungen bewilligt. Bitte bringen Sie zum Ersttermin die Verordnung und Ihre Krankenkassenkarte mit.

Wie lange dauert eine Atemtherapie-Sitzung?

Der Erstbefund dauert bei Physio2Move 60 Minuten – 45 Minuten für Anamnese, Befund und erste Behandlung, 15 Minuten für die Therapieplanung. Die Folgetermine dauern 30 Minuten (25 Minuten Behandlung, 5 Minuten Dokumentation). Die Gesamtdauer der Therapie hängt von der Diagnose ab: Akute Beschwerden bessern sich oft nach 6–9 Sitzungen, chronische Erkrankungen erfordern eine längere Begleitung.

Was ist der Unterschied zwischen Atemtherapie und Atemübungen?

Atemtherapie ist ein professionelles, therapeutisches Verfahren unter Anleitung eines qualifizierten Physiotherapeuten. Es umfasst eine Befunderhebung, einen individuellen Therapieplan und die Anwendung spezifischer Techniken (manuell, aktiv, gerätegestützt). Atemübungen sind einzelne Techniken (wie Lippenbremse oder Bauchatmung), die der Patient nach Anleitung selbstständig zuhause durchführt. Die Übungen sind Teil der Atemtherapie, ersetzen aber nicht die professionelle Behandlung bei bestehenden Beschwerden.

Kann Atemtherapie bei Stress und Angst helfen?

Ja. Bewusste, vertiefte Atmung aktiviert den Parasympathikus (den „Ruhe-Nerv" des vegetativen Nervensystems). Dies senkt die Herzfrequenz, den Blutdruck und den Cortisolspiegel. Regelmässige Atemübungen – bereits 5–10 Minuten täglich – können nachweislich Angstsymptome reduzieren, die Schlafqualität verbessern und die emotionale Regulationsfähigkeit stärken. Bei Physio2Move integrieren wir entspannende Atemtechniken in die physiotherapeutische Behandlung.

Atmen Sie wieder frei – mit professioneller Unterstützung

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Adresse

Physio2Move
Buchgrindelstrasse 15, Wetzikon
im Aabach Health (HDT-Tenniszentrum)

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Mo: 07:00–16:00
Di–Do: 07:00–19:00
Fr: 10:00–19:00
Sa: 07:00–14:00

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E-Mail: info@physio2move.ch

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