Fersensporn, der auf keine Behandlung anspricht. Achillessehnenschmerzen, die seit Monaten nicht nachlassen. Tennisellbogen, der einfachste Tätigkeiten erschwert. Wenn eines dieser Probleme bekannt klingt – die Stosswellentherapie kann die Lösung sein, auf die Sie gewartet haben.
Die Stosswelle ist ein hochenergetischer akustischer Impuls, der präzise auf das schmerzende Gewebe gerichtet wird. Sie durchdringt die Haut und erreicht tiefere Strukturen – Sehnen, Muskelansätze, Bindegewebe – wo sie eine kontrollierte Mikrostimulation auslöst.
Wie wirkt sie auf Gewebeebene? Die Stosswelle fördert die Neovaskularisation (Bildung neuer Blutgefässe) im Bereich der chronischen Entzündung, stimuliert die Kollagenproduktion, löst Verkalkungen in den Sehnen auf und aktiviert die natürlichen Reparaturmechanismen des Körpers. Das Ergebnis: Gewebe, das sich seit Monaten nicht regenerieren konnte, erhält den Impuls zur Heilung.
In der Physiotherapie werden zwei Typen von Stosswellen eingesetzt:
Breitet sich strahlenförmig von der Hautoberfläche in die Tiefe des Gewebes aus. Sie erfasst einen breiteren Bereich, ist weniger schmerzhaft und wird am häufigsten in Physiotherapiepraxen eingesetzt. Wirksam bei Tendinopathien, Fersensporn, Muskelverspannungen und Triggerpunkten.
Konzentriert die Energie in einem präzise definierten Punkt tief im Gewebe. Sie erreicht Strukturen, die tiefer liegen als die radiale Welle. Eingesetzt bei tiefen Verkalkungen, chronischen Tendinopathien und Pathologien, die für die radiale Welle schwer zugänglich sind.
Die Wahl des Wellentyps hängt von Art und Lokalisation des Problems ab – der Physiotherapeut wählt nach der Untersuchung die geeignete Technik.
Die Stosswellentherapie ist besonders wirksam bei chronischen Sehnen- und Weichteilproblemen, die auf konventionelle Behandlung nicht ansprechen.
Die häufigste Indikation für die Stosswellentherapie. ESWT löst Verkalkungen im Bereich des Fersenbeinhöckers auf und stimuliert die Regeneration der Plantarfaszie. Studien bestätigen eine Wirksamkeit von 70–80% nach einer Behandlungsserie.
Chronischer Schmerz und Verdickung der Achillessehne, die trotz Schonung und Übungen nicht abklingen. Die Stosswelle fördert den Umbau des degenerierten Sehnengewebes.
Schmerzen am Sehnenansatz der Unterarmstrecker. ESWT reduziert den Schmerz und stellt die Grifffunktion wieder her.
Verkalkungen in der Supraspinatussehne oder Schleimbeutelentzündung. Die fokale Stosswelle ist besonders wirksam bei der Auflösung von Schulterverkalkungen.
Seitlicher Hüftschmerz, der sich beim Gehen und beim Liegen auf der Seite verstärkt.
Die radiale Stosswelle deaktiviert wirksam Triggerpunkte in der Muskulatur und reduziert übertragene Schmerzen sowie Muskelverspannungen.
Die Stosswelle löst Kalkablagerungen in den Sehnen auf und ermöglicht deren Resorption durch den Körper.
Trotz des hohen Sicherheitsprofils ist die Stosswelle nicht in jedem Fall angezeigt. Zu den Kontraindikationen gehören:
Schwangerschaft (Behandlung im Bauch- und Beckenbereich)
Tumore im Behandlungsbereich
Blutgerinnungsstörungen oder Einnahme von Antikoagulanzien
Metallimplantate in unmittelbarer Nähe der Behandlungszone
Aktive Infektionen oder Hautentzündungen an der Applikationsstelle
Offene Wunden im Therapiebereich
Wachstumsfugen bei Kindern und Jugendlichen
Vor der ersten Behandlung führt der Physiotherapeut ein ausführliches Gespräch, um Kontraindikationen auszuschliessen und zu bestätigen, dass ESWT in Ihrem Fall eine sichere Option ist.
Die Behandlung ist einfach und erfordert keine spezielle Vorbereitung.
Der Physiotherapeut lokalisiert den schmerzhaften Bereich durch Tastuntersuchung und trägt anschliessend Kontaktgel auf die Haut auf – dasselbe wie bei einer Ultraschalluntersuchung.
Der Applikator des Geräts wird auf die Haut aufgesetzt und beginnt mit der Abgabe akustischer Impulse. Während der Behandlung reguliert der Physiotherapeut Intensität und Frequenz der Impulse und passt sie an Ihre Toleranz und die Tiefe des Problems an.
Eine einzelne Behandlung dauert 5 bis 15 Minuten, je nach behandeltem Bereich. Sie spüren rhythmische, pulsierende Stösse – diese können in der Schmerzzone etwas unangenehm sein, aber die Intensität wird stets kontrolliert. Eine Betäubung ist nicht erforderlich.
Sie können sofort zu Ihren täglichen Aktivitäten zurückkehren. Es wird lediglich empfohlen, intensive körperliche Belastung im behandelten Bereich für 24–48 Stunden zu vermeiden.
Ein typisches Stosswellen-Therapieprotokoll umfasst 3 bis 6 Sitzungen im wöchentlichen Abstand. Die Anzahl der Behandlungen hängt von Art und Schweregrad des Problems ab.
Erste Effekte spüren viele Patienten bereits nach 2–3 Sitzungen – der Schmerz lässt nach, die Funktion verbessert sich und der Bewegungsumfang nimmt zu. Die vollständige Geweberegeneration dauert jedoch länger – biologische Effekte (Neovaskularisation, Kollagenumbau) entwickeln sich über mehrere Wochen nach Abschluss der Behandlungsserie.
Nach Abschluss der Therapie kann der Physiotherapeut ergänzende Kräftigungs- oder Dehnungsübungen empfehlen, um die Ergebnisse zu festigen und Rückfälle zu verhindern.
Bei Physio2Move setzen wir die Stosswellentherapie als therapeutisches Instrument im Rahmen der verordneten Physiotherapie ein. Das bedeutet: Alle Patienten mit ärztlicher Verordnung erhalten die Stosswellenbehandlung als Teil ihrer Therapie. Bei Behandlungen ohne Verordnung gelten die regulären Preise gemäss unserem Physiotherapie-Tarif.
In der Schweiz kann die Stosswellentherapie, durchgeführt von einem diplomierten Physiotherapeuten, teilweise von der Zusatzversicherung erstattet werden. Die Erstattung hängt von den Bedingungen Ihrer Police ab – wir empfehlen, dies bei Ihrem Versicherer zu prüfen, oder kontaktieren Sie uns, und wir helfen Ihnen bei der Klärung der Kostenübernahme.
Die Behandlung kann spürbar sein, besonders am empfindlichsten Punkt – aber es handelt sich nicht um starke Schmerzen. Der Physiotherapeut reguliert die Intensität der Impulse entsprechend Ihrer Toleranz. Die meisten Patienten beschreiben das Gefühl als „intensiv, aber erträglich". Das Unbehagen lässt mit jeder weiteren Sitzung nach.
Eine einzelne Sitzung dauert 5 bis 15 Minuten aktive Stosswellenapplikation. Zusammen mit der Vorbereitung und der Besprechung der Empfehlungen nimmt der gesamte Termin etwa 20–30 Minuten in Anspruch.
Eine Schmerzreduktion spüren viele Patienten bereits nach 2–3 Behandlungen. Die vollständigen biologischen Effekte – Geweberegeneration, Auflösung von Verkalkungen, Gefässneubildung – entwickeln sich schrittweise über 6–12 Wochen nach Abschluss der Behandlungsserie.
Ja. ESWT ist eine nichtinvasive, gut untersuchte Methode mit hohem Sicherheitsprofil. Nebenwirkungen sind selten und mild – sie können leichte Hautrötung, vorübergehende Schmerzverstärkung oder geringe Schwellungen an der Behandlungsstelle umfassen. Der Physiotherapeut schliesst Kontraindikationen vor Beginn der Therapie aus.
Beim Fersensporn wirkt die Stosswelle auf mehreren Ebenen: Sie löst Mikroverkalkungen im Bereich des Plantarfaszienansatzes auf, fördert die Neubildung von Blutgefässen im minderdurchbluteten Gebiet und stimuliert die Produktion von Wachstumsfaktoren. Klinische Studien bestätigen eine Wirksamkeit der ESWT bei Fersensporn von 70–80%.
Die radiale Stosswelle breitet sich strahlenförmig aus und erfasst einen breiteren, aber flacheren Bereich – sie eignet sich für oberflächliche Tendinopathien und Triggerpunkte. Die fokale Stosswelle konzentriert die Energie in einem Punkt tief im Gewebe – sie ist präziser und wirksamer bei tiefen Verkalkungen und schwer erreichbaren Pathologien. Der Physiotherapeut wählt den Wellentyp auf Grundlage der Diagnose.
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