Arthrose — Ursachen, Übungen & natürliche Behandlung

Arthrose — Ursachen, Übungen & natürliche Behandlung

Arthrose (Osteoarthritis) betrifft allein in der Schweiz rund 300 000 Menschen und ist die häufigste Gelenkerkrankung weltweit. Der fortschreitende Abbau des Gelenkknorpels führt zu Schmerzen, Steifigkeit und eingeschränkter Beweglichkeit – doch mit gezielter Physiotherapie, den richtigen Übungen und einer angepassten Lebensweise lässt sich der Verlauf wirksam bremsen. Dieser Ratgeber erklärt die Ursachen, zeigt bewährte Übungen und stellt natürliche Behandlungswege vor.

Was ist Arthrose?

Arthrose bezeichnet den fortschreitenden Verschleiss des Gelenkknorpels, der als Stossdämpfer zwischen den Knochen dient. Im gesunden Gelenk sorgt eine 2–5 mm dicke Knorpelschicht dafür, dass die Gelenkflächen reibungsarm gleiten. Bei Arthrose wird dieser Knorpel dünner, rissig und rau – im Endstadium reiben die Knochen direkt aufeinander.

Die Gelenkschmiere (Synovialflüssigkeit) spielt dabei eine zentrale Rolle: Sie ernährt den Knorpel und wird durch Bewegung im Gelenk verteilt. Ohne regelmässige Bewegung verschlechtert sich die Knorpelversorgung – ein Teufelskreis aus Inaktivität und Abbau beginnt.

Gut zu wissen: Arthrose ist keine reine Alterserscheinung. Rund 2 % der unter 30-Jährigen zeigen bereits arthrotische Veränderungen im Röntgenbild. Ab dem 65. Lebensjahr betrifft Arthrose etwa 50 % der Bevölkerung, ab 75 Jahren sogar über 90 %.

Stadium Knorpelzustand Typische Beschwerden
Stadium I Knorpeloberfläche aufgeraut, noch intakt Gelegentliche Gelenksteifigkeit nach Ruhephasen
Stadium II Sichtbare Risse, Knorpel wird dünner Belastungsschmerzen, Anlaufschmerz am Morgen
Stadium III Knorpel stellenweise abgetragen Schmerzen bei Alltagsbewegungen, Schwellungen
Stadium IV Knorpel vollständig zerstört, Knochen auf Knochen Dauerschmerz, deutliche Bewegungseinschränkung, Fehlstellungen

Arthrose vs. Arthritis – Der Unterschied

Die Begriffe Arthrose und Arthritis werden häufig verwechselt, beschreiben aber unterschiedliche Krankheitsbilder. Arthrose ist ein degenerativer Verschleissprozess, während Arthritis eine entzündliche Gelenkerkrankung darstellt (z. B. rheumatoide Arthritis).

Merkmal Arthrose (Gelenkverschleiss) Arthritis (Gelenkentzündung)
Ursache Mechanischer Knorpelabbau Autoimmunreaktion, Infektion
Betroffene Gelenke Knie, Hüfte, Finger, Wirbelsäule Häufig symmetrisch (beide Hände, beide Knie)
Schmerzcharakter Belastungsschmerz, Anlaufschmerz Ruheschmerz, nächtlicher Schmerz
Typisches Alter Ab 45–50 Jahren Jedes Alter, oft 25–50 Jahre
Blutbild Unauffällig Erhöhte Entzündungswerte (CRP, BSG)
Behandlung Physiotherapie, Bewegung, Gewichtsreduktion Medikamente (DMARDs), Immunsuppression

Der international gebräuchliche Fachbegriff Osteoarthritis (OA) kann zu Verwirrung führen: Im englischsprachigen Raum bezeichnet «osteoarthritis» das, was im Deutschen als Arthrose bekannt ist – also den degenerativen Gelenkverschleiss, nicht eine entzündliche Erkrankung.

Ursachen und Risikofaktoren für Arthrose

Arthrose entsteht, wenn das Gleichgewicht zwischen Knorpelaufbau und Knorpelabbau gestört ist. Die Ursachen lassen sich in zwei Hauptgruppen einteilen.

Primäre Arthrose

Primäre Arthrose entwickelt sich ohne erkennbare äussere Ursache. Der Knorpel verschleisst altersbedingt schneller, als der Körper ihn regenerieren kann. Genetische Faktoren beeinflussen die Knorpelqualität – Studien zeigen ein 40–65 % höheres Risiko bei familiärer Vorbelastung.

Sekundäre Arthrose

Sekundäre Arthrose hat eine identifizierbare Ursache:

  • Verletzungen: Meniskusriss, Kreuzbandriss oder Knochenbruch im Gelenkbereich
  • Fehlstellungen: O-Beine oder X-Beine verlagern die Belastung einseitig
  • Überlastung: Schwere körperliche Arbeit, Leistungssport (z. B. Fussball, Handball)
  • Stoffwechselstörungen: Diabetes, Gicht oder Eisenspeicherkrankheit schädigen den Knorpel indirekt
  • Entzündungen: Chronische Gelenkentzündungen (Arthritis) können in Arthrose übergehen

Risikofaktoren im Überblick

Risikofaktor Einfluss auf die Gelenke Vermeidbar?
Alter (> 50 Jahre) Knorpelregeneration verlangsamt sich Nein
Übergewicht Jedes Kilo Körpergewicht belastet das Knie mit dem 3-4-Fachen Ja
Bewegungsmangel Gestörte Knorpelernährung durch fehlende Gelenkschmiere-Verteilung Ja
Gelenkfehlstellungen Ungleichmässige Druckverteilung auf den Knorpel Teilweise
Frühere Gelenkverletzungen Geschädigte Strukturen erhöhen den Verschleiss Teilweise
Berufliche Belastung Knien, Heben, repetitive Bewegungen Teilweise
Genetik Vererbte Knorpelstruktur und -qualität Nein

Arthrose mit 30? Auch jüngere Menschen können Arthrose entwickeln – insbesondere nach Sportverletzungen, bei angeborenen Gelenkfehlstellungen oder bei starkem Übergewicht. Wer plötzlich überall Arthrose-Symptome spürt, sollte auch eine systemische Erkrankung abklären lassen.

Arthrose Symptome – Woran erkennt man Gelenkverschleiss?

Arthrose zeigt sich durch typische Beschwerdemuster, die je nach betroffenem Gelenk und Stadium variieren. Das Leitsymptom ist Schmerz – anfangs nur bei Belastung, später auch in Ruhe.

Typische Symptome nach Stadium

  • Frühstadium: Anlaufschmerz (Steifigkeit in den ersten 15–30 Minuten nach dem Aufstehen), leichtes Knirschen oder Knacken im Gelenk
  • Mittleres Stadium: Belastungsschmerzen beim Treppensteigen, Gehen oder Greifen; Schwellung nach Aktivität; spürbare Bewegungseinschränkung
  • Spätstadium: Dauerschmerz auch in Ruhe und nachts; sichtbare Gelenkveränderungen (Verdickung, Fehlstellung); erheblich eingeschränkte Funktion

Kniearthrose Symptome

Kniearthrose (Gonarthrose) ist die häufigste Form und betrifft rund 25 % der über 55-Jährigen. Typische Anzeichen:

  • Schmerzen beim Treppensteigen, besonders beim Abwärtsgehen
  • Steifigkeit nach längerem Sitzen (z. B. im Auto oder Kino)
  • Schwellung und Wärmegefühl rund um die Kniescheibe
  • Instabilitätsgefühl beim Gehen auf unebenem Boden
  • Schmerzen verstärken sich bei Frauen häufig peri- und postmenopausal durch hormonelle Veränderungen

Hüftarthrose Symptome

Hüftarthrose (Coxarthrose) verursacht Schmerzen, die typischerweise in der Leiste beginnen und in den Oberschenkel oder das Gesäss ausstrahlen. Betroffene bemerken Schwierigkeiten beim Schuhe-Anziehen, Socken-Anziehen oder beim Ein- und Aussteigen aus dem Auto. Die Innenrotation der Hüfte ist oft als Erstes eingeschränkt.

Arthrose in den Fingern

Fingerarthrose äussert sich durch knotige Verdickungen an den Fingergelenken (Heberden- und Bouchard-Knoten), Morgensteifigkeit in den Händen und Schmerzen bei Greifbewegungen. Frauen sind 3–4-mal häufiger betroffen als Männer, oft ab den Wechseljahren.

Diagnose – Wie wird Arthrose festgestellt?

Die Diagnose Arthrose stützt sich auf drei Säulen: Anamnese, körperliche Untersuchung und bildgebende Verfahren.

  1. Anamnese: Der Arzt fragt nach Schmerzcharakter, -dauer und -auslösern, früheren Verletzungen und familiärer Vorbelastung
  2. Körperliche Untersuchung: Prüfung der Gelenkbeweglichkeit, Stabilität, Schwellungen und Krepitation (Knirschen bei Bewegung)
  3. Bildgebung: Röntgen zeigt Gelenkspaltverschmälerung und Knochenveränderungen; MRT macht Knorpelschäden bereits im Frühstadium sichtbar

Wichtig: Das Röntgenbild korreliert nicht immer mit den Beschwerden. Manche Menschen haben starke arthrotische Veränderungen im Bild, aber wenig Schmerzen – und umgekehrt. Die Behandlung orientiert sich an den Symptomen, nicht am Bildgebungsbefund.

Arthrose Behandlung – Was wirklich hilft

Arthrose-Behandlung verfolgt drei Ziele: Schmerzen lindern, die Gelenkfunktion erhalten und das Fortschreiten bremsen. Die wirksamsten Massnahmen erfordern keine Operation – aktuelle Leitlinien empfehlen Physiotherapie und Bewegung als Basistherapie vor allen anderen Interventionen.

Physiotherapie als Kernmassnahme

Physiotherapie ist gemäss internationalen Leitlinien die wichtigste Therapiemassnahme bei Arthrose – noch vor Medikamenten oder Operationen. Sie wirkt auf mehreren Ebenen:

  • Kräftigung der gelenkumgebenden Muskulatur: Stärkere Muskeln entlasten den geschädigten Knorpel und stabilisieren das Gelenk
  • Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit: Gezielte Mobilisation beugt Versteifungen vor
  • Schmerzreduktion: Manuelle Therapie und aktive Übungen senken nachweislich das Schmerzniveau
  • Förderung der Knorpelernährung: Bewegung verteilt die Gelenkschmiere und versorgt den Knorpel mit Nährstoffen
  • Gangschulung und Alltagstraining: Gelenkschonende Bewegungsmuster für den Alltag

Medikamentöse Therapie

Medikamente lindern die Symptome, behandeln aber nicht die Ursache der Arthrose:

  • Paracetamol: Leichte Schmerzlinderung, wenig Nebenwirkungen
  • NSAR (z. B. Ibuprofen, Diclofenac): Entzündungshemmend und schmerzlindernd; als Tablette oder Salbe gegen Arthrose verfügbar
  • Kortison-Injektionen: Kurzfristig wirksam bei starken Entzündungen; maximal 3–4 Injektionen pro Jahr empfohlen
  • Hyaluronsäure-Injektionen: Sollen die Gelenkschmiere verbessern; die Evidenz ist umstritten

Arthrose natürlich behandeln

Neben Physiotherapie und Medikamenten gibt es mehrere natürliche Mittel gegen Arthrose, die den Behandlungserfolg unterstützen können:

  • Wärme- und Kältetherapie: Wärme (z. B. Fango, warme Baumwolltücher) entspannt die Muskulatur und verbessert die Durchblutung. Kälte (Coolpack, Quarkwickel) hilft bei akuten Entzündungen und Schwellungen
  • Kurkuma (Curcumin): Studien zeigen entzündungshemmende Wirkung; Dosierung: 500–1 000 mg Curcumin-Extrakt täglich, idealerweise mit Piperin
  • Omega-3-Fettsäuren: Aus fettem Fisch oder Algenöl; 2–3 g EPA/DHA pro Tag können Entzündungsprozesse im Gelenk reduzieren
  • Kollagen-Hydrolysat: 10 g täglich kann gemäss Studien die Knorpelregeneration unterstützen
  • Bewegung im Wasser: Aquatherapie entlastet die Gelenke um bis zu 80 % des Körpergewichts und ermöglicht schmerzfreies Training
  • Akupunktur: Die WHO erkennt Arthrose als eine der Indikationen für Akupunktur an; besonders bei Kniearthrose ist die Evidenz positiv

Ernährung bei Arthrose

Die richtige Ernährung kann Entzündungsprozesse bremsen und den Knorpel unterstützen. Empfehlenswert ist eine antientzündliche, pflanzenreiche Kost:

Gut für die Gelenke ✔ Schlecht für die Gelenke ✘
Fetter Fisch (Lachs, Makrele, Sardinen) – Omega-3 Zucker und Weissmehlprodukte – fördern Entzündungen
Gemüse, besonders Brokkoli, Spinat, Grünkohl Rotes Fleisch und Wurstwaren – enthalten Arachidonsäure
Beeren (Blaubeeren, Himbeeren) – Antioxidantien Alkohol – hemmt Knorpelregeneration
Nüsse und Samen (Walnüsse, Leinsamen) Frittierte Speisen – Transfette
Olivenöl (kalt gepresst) – Oleocanthal wirkt wie Ibuprofen Fertiggerichte – oft viel Salz und Zusatzstoffe
Ingwer und Kurkuma – natürliche Entzündungshemmer Übermässiger Käsekonsum – gesättigte Fettsäuren

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Übungen bei Arthrose – Aktiv gegen den Verschleiss

Gezielte Übungen sind das wirksamste Mittel, um Arthrose-Beschwerden zu lindern und die Gelenkfunktion zu erhalten. Regelmässiges Training stärkt die Muskulatur, verbessert die Gelenkstabilität und fördert die Knorpelernährung. Die folgenden Übungen können Sie täglich zu Hause durchführen.

Übungen bei Kniearthrose

1. Kniestreckung im Sitzen

Setzen Sie sich auf einen Stuhl. Strecken Sie ein Bein langsam aus, bis das Knie vollständig gestreckt ist. Spannen Sie die Oberschenkelmuskulatur (Quadrizeps) oben auf dem Oberschenkel für 5 Sekunden an. Langsam absenken.

Wiederholungen: 3 × 12 pro Bein | Tempo: 3 Sek. hoch, 5 Sek. halten, 3 Sek. absenken

2. Wandsitzen (Wall Sit)

Lehnen Sie sich mit dem Rücken an eine Wand und rutschen Sie in die Hockposition, als ob Sie auf einem unsichtbaren Stuhl sitzen. Knie über den Füssen (nicht über die Zehenspitzen hinaus). Position halten.

Dauer: 3 × 20–30 Sekunden | Steigerung: Bis zu 60 Sekunden

3. Step-Ups auf eine Treppenstufe

Stellen Sie sich vor eine Treppenstufe (ca. 15–20 cm Höhe). Steigen Sie mit einem Bein hinauf, drücken Sie sich kontrolliert hoch und steigen Sie wieder ab. Wichtig: Das Knie zeigt in Richtung der Zehenspitzen.

Wiederholungen: 3 × 10 pro Seite

Übungen bei Hüftarthrose

1. Brücke (Bridge)

Liegen Sie auf dem Rücken, Knie angewinkelt, Füsse hüftbreit. Heben Sie das Becken an, bis Oberschenkel und Oberkörper eine Linie bilden. Gesässmuskulatur (Gluteus) oben anspannen, langsam absenken.

Wiederholungen: 3 × 15 | Steigerung: Einbeinig mit gestrecktem Bein

2. Seitliches Beinheben

Liegen Sie auf der Seite, Beine gestreckt. Heben Sie das obere Bein langsam an (ca. 30–40 cm), halten Sie kurz und senken Sie es kontrolliert ab. Der Körper bleibt stabil – nicht nach hinten kippen.

Wiederholungen: 3 × 15 pro Seite

3. Hüftpendel

Stehen Sie seitlich neben einem Tisch oder Stuhl und halten Sie sich fest. Schwingen Sie das freie Bein locker nach vorne und hinten (wie ein Pendel). Die Bewegung kommt aus der Hüfte, der Oberkörper bleibt ruhig.

Dauer: 2 × 60 Sekunden pro Seite | Zweck: Gelenkschmiere verteilen, Mobilität erhalten

Übungen bei Fingerarthrose

1. Faustschluss-Öffnung

Spreizen Sie die Finger weit auseinander, dann ballen Sie langsam eine Faust (Daumen aussen). Halten Sie 5 Sekunden, öffnen Sie langsam und spreizen Sie erneut.

Wiederholungen: 3 × 10 | Tipp: In warmem Wasser (ca. 37 °C) durchführen für bessere Beweglichkeit

2. Fingerspitzen-Daumen-Berührung

Berühren Sie mit dem Daumen nacheinander jede Fingerspitze der gleichen Hand (Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinger, kleiner Finger) und zurück. Langsam und kontrolliert.

Wiederholungen: 3 × 5 Durchgänge pro Hand

Trainingstipp: Führen Sie die Übungen täglich durch, idealerweise am Morgen nach einer warmen Dusche. Leichter Schmerz während der Übung ist akzeptabel – er sollte jedoch innerhalb von 24 Stunden nach dem Training wieder auf das Ausgangsniveau abklingen. Steigern Sie Intensität und Umfang schrittweise.

Kann man Arthrose heilen?

Arthrose heilen im Sinne einer vollständigen Knorpelregeneration ist nach dem heutigen Stand der Medizin nicht möglich. Einmal abgebauter Gelenkknorpel wächst nicht vollständig nach. Das bedeutet aber keineswegs, dass die Diagnose Arthrose ein Urteil zu dauerhaften Schmerzen ist.

Was nachweislich möglich ist:

  • Symptomfreiheit erreichen: Viele Patienten erreichen durch konsequente Physiotherapie und Lebensstiländerungen eine deutliche Schmerzreduktion bis hin zur Beschwerdefreiheit
  • Fortschreiten verlangsamen: Regelmässige Bewegung, Gewichtskontrolle und gezielte Kräftigung können den Knorpelabbau erheblich bremsen
  • Gelenkfunktion verbessern: Auch bei fortgeschrittener Arthrose kann die Beweglichkeit und Belastbarkeit durch Training zunehmen
  • Kniearthrose heilen – ohne Operation: Studien zeigen, dass strukturierte Physiotherapie-Programme bei Kniearthrose vergleichbare Ergebnisse erzielen wie eine Arthroskopie

Forschungsausblick: Aktuelle Ansätze in der Stammzelltherapie und Tissue Engineering wecken Hoffnung, dass Knorpelregeneration in Zukunft möglich wird. Diese Verfahren sind jedoch noch in der Erprobungsphase und nicht Teil der Standardbehandlung.

Prävention – Arthrose vorbeugen

Arthrose vorbeugen gelingt durch eine Kombination aus Bewegung, gesunder Ernährung und Gelenkschutz im Alltag:

  • Regelmässige Bewegung: 150 Minuten moderate Aktivität pro Woche (WHO-Empfehlung) – gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Yoga oder Nordic Walking
  • Gesundes Körpergewicht: Bereits 5 kg Gewichtsreduktion senken die Kniebelastung beim Gehen um 15–20 kg pro Schritt
  • Muskelkräftigung: Starke Oberschenkel- und Gesässmuskulatur schützt die grossen Gelenke
  • Gelenkschonende Arbeitstechniken: Richtig heben (aus den Beinen), regelmässige Positionswechsel, ergonomischer Arbeitsplatz
  • Verletzungen ernst nehmen: Gelenkverletztungen konsequent behandeln und rehabilitieren, um spätere Arthrose zu vermeiden
  • Antientzündliche Ernährung: Wie im Abschnitt «Ernährung bei Arthrose» beschrieben

Physiotherapie bei Arthrose – Physio2Move in Wetzikon

Physio2Move in Wetzikon (Zürcher Oberland) ist auf die konservative Behandlung von Arthrose spezialisiert. Unsere Physiotherapeuten arbeiten mit Ihnen an einem individuellen Therapieplan, der genau auf Ihre Gelenke, Ihre Beschwerden und Ihre Ziele abgestimmt ist.

Unser Arthrose-Therapiekonzept umfasst:

  • Individuelle Befundaufnahme: Analyse der Gelenkfunktion, Muskelkraft und Bewegungsmuster
  • Manuelle Therapie: Gezielte Mobilisation zur Schmerzlinderung und Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit
  • Aktives Übungsprogramm: Kräftigungs- und Stabilisationsübungen, die Sie auch zu Hause durchführen können
  • Gangschulung: Optimierung des Gangbildes bei Knie- und Hüftarthrose
  • Ergänzende Massnahmen: Wärme-/Kältetherapie, Taping, Elektrotherapie bei Bedarf
  • Beratung und Selbstmanagement: Ernährungstipps, Alltagsanpassungen und Langzeitstrategie

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Lassen Sie uns gemeinsam an Ihrer Gelenkgesundheit arbeiten – vereinbaren Sie Ihren Physiotherapie-Termin in unserer Praxis in Wetzikon.

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Häufig gestellte Fragen zu Arthrose

Was ist Arthrose einfach erklärt?

Arthrose ist der Verschleiss des Gelenkknorpels – der schützenden Schicht zwischen den Knochen. Wird der Knorpel dünner und rauer, reiben die Knochenenden zunehmend aufeinander, was Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursacht.

Was sollte man bei Arthrose nicht essen?

Vermeiden Sie Lebensmittel, die Entzündungen fördern: Zucker, Weissmehlprodukte, rotes Fleisch, Wurstwaren, Alkohol und frittierte Speisen. Diese enthalten Arachidonsäure oder Transfette, die Entzündungsprozesse im Gelenk verstärken können.

Was fehlt dem Körper, wenn man Arthrose bekommt?

Bei Arthrose ist häufig die Versorgung mit Kollagen, Glucosamin und Chondroitin reduziert – Bausteine, die der Körper für den Knorpelaufbau benötigt. Auch ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D und Vitamin C kann den Knorpelstoffwechsel negativ beeinflussen.

Welche Übungen helfen am besten bei Kniearthrose?

Die wirksamsten Übungen bei Kniearthrose kräftigen die Oberschenkelmuskulatur: Kniestreckung im Sitzen (3 × 12 Wiederholungen), Wandsitzen (3 × 30 Sekunden) und Step-Ups auf eine Treppenstufe (3 × 10 pro Seite). Ergänzen Sie das Training mit gelenkschonenden Ausdaueraktivitäten wie Radfahren oder Schwimmen.

Kann man Arthrose heilen oder rückgängig machen?

Eine vollständige Heilung von Arthrose ist nach aktuellem Wissensstand nicht möglich, da abgebauter Knorpel nicht nachwächst. Durch konsequente Physiotherapie, regelmässige Bewegung und Lebensstiländerungen lässt sich der Verlauf jedoch deutlich verlangsamen und oft Schmerzfreiheit erreichen.

Was kann man gegen Arthrose tun?

Die wirksamsten Massnahmen gegen Arthrose sind: tägliche gezielte Übungen zur Muskelkräftigung, Physiotherapie, Gewichtskontrolle, antientzündliche Ernährung und gelenkschonende Bewegung (Schwimmen, Radfahren, Yoga). Bei starken Beschwerden können Schmerzmittel und natürliche Entzündungshemmer wie Kurkuma oder Omega-3 ergänzend helfen.

Ist Arthrose dasselbe wie Osteoarthritis?

Ja. Osteoarthritis (OA) ist der internationale medizinische Fachbegriff für Arthrose. Im Deutschen wird «Arthrose» bevorzugt, während im Englischen «osteoarthritis» gebräuchlich ist. Beides bezeichnet den degenerativen Gelenkverschleiss – nicht zu verwechseln mit der entzündlichen Arthritis.

Medizinische Prüfung: Dieser Artikel wurde vom Physiotherapie-Team der Praxis Physio2Move in Wetzikon auf Richtigkeit geprüft. Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung. Stand: August 2026.

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