Rückenschmerzen – Ursachen, Übungen und physiotherapeutische Behandlung

Rückenschmerzen: Ursachen, Übungen und physiotherapeutische Behandlung

Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Gesundheitsproblemen in der Schweiz und weltweit. Rund 85 % aller Menschen leiden mindestens einmal im Leben an Rücken Schmerzen – damit sind sie die Hauptursache für Arbeitsunfähigkeit bei Personen unter 45 Jahren. Die Wirbelsäule besteht aus 24 beweglichen Wirbeln (7 Hals-, 12 Brust- und 5 Lendenwirbel), 23 Bandscheiben und über 150 Muskeln, die Stabilität und Beweglichkeit gewährleisten. In diesem Artikel erfahren Sie aus physiotherapeutischer Perspektive, welche Rückenschmerzen Ursachen es gibt, welche Übungen evidenzbasiert helfen und wann ein Arztbesuch notwendig ist.

Auf einen Blick: Mehr als 90 % aller Rückenbeschwerden sind unspezifisch – sie entstehen durch Muskelverspannungen, Fehlhaltungen oder Bewegungsmangel, nicht durch strukturelle Schäden. Akute Rückenschmerzen klingen bei 80–90 % der Betroffenen innerhalb von 6 Wochen ab. Chronische Rückenschmerzen (länger als 12 Wochen) erfordern eine multimodale Therapie.

Rückenschmerzen Symptome: Wie äussern sich Rückenbeschwerden?

Die Rückenschmerzen Symptome variieren je nach Lokalisation und Ursache erheblich. Klinisch unterscheidet man drei Hauptregionen:

RegionBezeichnungTypische SymptomeHäufigkeit
Rückenschmerzen unterer RückenLumbalgie / KreuzschmerzenDumpfer Dauerschmerz im Lendenbereich, Steifigkeit, Einschränkung beim Bücken62 % aller Fälle
Rückenschmerzen mittlerer RückenThorakale DorsalgieSchmerzen zwischen Schulterblättern, atemabhängige Beschwerden15 % aller Fälle
Rückenschmerzen oberer RückenZervikothorakale SchmerzenVerspannungen im Schulter-Nacken-Bereich, Kopfschmerzen23 % aller Fälle

Typische Begleitsymptome umfassen: muskuläre Verhärtungen im Bereich der Muskulatur Rücken, ausstrahlende Schmerzen unterer Rücken bis ins Gesäss oder in die Beine (Ischialgie), Morgensteifigkeit (Rückenschmerzen nach Schlafen, die nach dem Aufstehen nachlassen), seitliche Beschwerden (Rückenschmerzen unten rechts oder Rückenschmerzen unten links) sowie ein akuter, stechender Schmerz im Kreuz (Hexenschuss / Lumbago).

Seitliche Schmerzlokalisation

Bei Schmerzen unterer Rücken seitlich rechts oder Schmerzen unterer Rücken seitlich links stellt sich häufig die Frage: Nieren oder Rückenschmerzen? Nierenschmerzen sind typischerweise klopfempfindlich im Flankenbereich (kostovertebrale Winkel), oft begleitet von dunkler Urin und Rückenschmerzen, Fieber oder Brennen beim Wasserlassen. Muskuloskelettale Rückenschmerzen hingegen verstärken sich bei Bewegung und reagieren auf Lagewechsel. Bei Schmerzen unterer Rücken Frau kommen zusätzlich gynäkologische Ursachen in Betracht (Endometriose, Dysmenorrhoe). Bauch und Rückenschmerzen, die gleichzeitig auftreten, können auf viszerale Ursachen hindeuten und sollten ärztlich abgeklärt werden.

Rückenschmerzen Ursachen – woher kommen die Beschwerden?

Die Ursachen für Rückenschmerzen sind vielfältig. In der klinischen Praxis unterscheidet man zwischen unspezifischen (85–90 %) und spezifischen (10–15 %) Rückenschmerzen.

Unspezifische Ursachen (häufigste Kategorie)

  • Muskuläre Dysbalancen: Eine schwache Muskeln Rücken-Kette, insbesondere der M. multifidus und M. transversus abdominis, führt zu Instabilität der Lendenwirbelsäule. Lendenwirbel Schmerzen entstehen häufig durch eine Kombination aus verkürzter Hüftbeugemuskulatur (M. iliopsoas) und schwacher Rumpfmuskulatur.
  • Sitzender Lebensstil: Rückenschmerzen beim Sitzen betreffen 54 % aller Büroangestellten. Bei einer Sitzdauer über 6 Stunden täglich steigt der intradiskale Druck in der LWS um bis zu 40 % gegenüber dem Stehen. Rückenschmerzen Büro und Rückenschmerzen Arbeitsplatz sind die häufigsten arbeitsbedingten Beschwerden in der Schweiz.
  • Bewegungsmangel: Die Wirbelsäule benötigt Bewegung für die Nährstoffversorgung der Bandscheiben (Diffusion). Bereits ab dem 20. Lebensjahr beginnt der Wasserverlust der Bandscheiben – regelmässige Bewegung verlangsamt diesen Prozess nachweislich.
  • Psychische Faktoren: Der Zusammenhang zwischen Psyche und Rückenschmerzen ist wissenschaftlich belegt: chronische Rückenschmerzen wenn die Seele weint – Stress, Angststörungen und Depressionen aktivieren das sympathische Nervensystem und erhöhen die Muskelspannung. Psychosozialer Stress ist der stärkste Prädiktor für die Chronifizierung von Rückenschmerzen.
  • Schlafposition und Matratze: Rückenschmerzen nach dem Schlafen danach aber weg – dieses Phänomen deutet typischerweise auf eine ungeeignete Matratze oder Schlafposition hin. Die beste Matratze bei Rückenschmerzen hat einen mittleren Härtegrad (H3 bei 70–100 kg Körpergewicht) und unterstützt die natürliche Lordose der Lendenwirbelsäule. Matratze Rückenschmerzen: Seitenschläfer benötigen eine Matratze, die das Becken ausreichend einsinken lässt, Rückenschläfer eine mit guter Lendenstütze.

Spezifische Ursachen

  • Bandscheibenvorfall (Diskushernie): Bandscheibenvorfall Rückenschmerzen unten – ein Prolaps im Segment L4/L5 oder L5/S1 betrifft 90 % aller lumbalen Bandscheibenvorfälle. Typisch sind Schmerzen wie Messerstiche im Rücken mit Ausstrahlung ins Bein (Ischialgie). Ein Nerv eingeklemmt Rücken äussert sich durch radikuläre Schmerzen mit Taubheit und Kraftverlust.
  • LWS Syndrom (Lumbales Wirbelsäulensyndrom): Das LWS Syndrom ist ein Sammelbegriff für Beschwerden im Bereich der Lendenwirbelsäule Schmerzen, die durch degenerative Veränderungen, muskuläre Dysfunktionen oder Facettengelenkarthrosen verursacht werden.
  • Hexenschuss (Lumbago): Der Hexenschuss ist ein akut einschiessender Schmerz im Kreuz Rücken-Bereich, oft ausgelöst durch eine plötzliche Bewegung. Die Rückenschmerzen Kreuz sind dabei so intensiv, dass eine aufrechte Haltung vorübergehend unmöglich wird. In den meisten Fällen bildet sich ein Hexenschuss innerhalb von 7–14 Tagen zurück.
  • Arthrose Rücken (Spondylarthrose): Degenerative Veränderungen der Facettengelenke betreffen über 60 % der über 65-Jährigen. Arthrose Rücken äussert sich durch belastungsabhängige Schmerzen und Morgensteifigkeit von 15–30 Minuten Dauer.
  • Wirbelgleiten (Spondylolisthesis): Verschiebung eines Wirbelkörpers nach ventral, Grad I–IV nach Meyerding. Betrifft 5–7 % der Bevölkerung, häufig das Segment L5/S1.
  • Spinalkanalstenose: Verengung des Wirbelkanals mit Claudicatio spinalis – typisch sind Schmerzen beim Gehen, die sich beim Vorneigen bessern.
  • Osteoporose: Osteoporotische Wirbelkörperfrakturen verursachen akute Rückenschmerzen, betreffen 30 % aller Frauen über 50 Jahre.

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft

Rückenschmerzen Schwangerschaft betreffen 50–80 % aller Schwangeren, insbesondere im 2. und 3. Trimester. Die Ursachen sind multifaktoriell: Verlagerung des Körperschwerpunkts nach ventral, hormonelle Lockerung des Bandapparats durch Relaxin, Gewichtszunahme von durchschnittlich 10–15 kg und veränderte Biomechanik. Physiotherapeutische Stabilisationsübungen für die Rumpfmuskulatur und Beckenbodentraining sind in dieser Phase besonders wirksam.

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Rückenschmerzen wann zum Arzt?

Was tun bei Rückenschmerzen, die nicht nachlassen? Ein Arztbesuch ist dringend indiziert bei folgenden Red Flags:

  • Starke Rückenschmerzen nach einem Trauma (Sturz, Unfall)
  • Neurologische Ausfälle: Taubheitsgefühle, Lähmungen oder Blasen-/Darmstörungen (Cauda-equina-Syndrom – Notfall!)
  • Starke Rückenschmerzen unterer Rücken mit Ausstrahlung in beide Beine
  • Fieber, Schüttelfrost oder unerklärlicher Gewichtsverlust
  • Nachtschmerzen, die nicht lageabhängig sind
  • Beschwerden, die trotz konservativer Therapie über 6 Wochen persistieren
  • Dunkler Urin und Rückenschmerzen – Hinweis auf Nierenbeteiligung
  • Bekannte Osteoporose mit neuen akuten Rückenschmerzen im Kreuz

Rückenschmerzen Übungen – für zu Hause

Gezielte Übungen gegen Rückenschmerzen und Übungen bei Rückenschmerzen sind die wirksamste konservative Massnahme. Aktuelle Cochrane-Reviews belegen, dass aktive Bewegungstherapie die Schmerzintensität bei Rückenschmerzen unterer Rücken um 30–50 % reduzieren kann. Die folgenden Rückenübungen – auch als Übungen unterer Rücken und Kreuzschmerzen Übungen geeignet – führen Sie ohne Hilfsmittel durch:

1. Beckenkippung (Pelvic Tilt)

Ziel: Aktivierung des M. transversus abdominis und der lumbalen Stabilisatoren – die Basisübung bei Schmerzen im unteren Rücken.
Ausführung: Rückenlage, Beine aufgestellt. Drücken Sie den unteren Rücken flach auf den Boden, indem Sie das Becken nach hinten kippen. Halten Sie 5–10 Sekunden. 15 Wiederholungen, 3-mal täglich.
Evidenz: Signifikante Verbesserung der lumbalen Stabilität nach 4 Wochen (Hodges & Richardson).

2. Brücke (Bridge)

Ziel: Kräftigung der glutealen Muskulatur und der Muskulatur Rücken – essenziell gegen untere Rückenschmerzen.
Ausführung: Rückenlage, Beine aufgestellt. Heben Sie das Becken, bis Oberschenkel und Rumpf eine Linie bilden. Halten Sie 10 Sekunden. 12 Wiederholungen, 2–3 Sätze.
Dosierung: 10 Sek. halten, 12 Wdh., 2–3 Sätze.

3. Vierfüsslerstand – Arm-Bein-Diagonale (Bird Dog)

Ziel: Training der intersegmentalen Stabilisatoren (M. multifidus) – besonders wirksam bei Rückenschmerzen im unteren Rücken.
Ausführung: Vierfüsslerstand, Hände unter den Schultern, Knie unter den Hüften. Strecken Sie gleichzeitig den rechten Arm und das linke Bein horizontal aus. Halten Sie 6 Sekunden. 10 Wiederholungen pro Seite, 2-mal täglich.
Hinweis: Der Rücken bleibt dabei in neutraler Position – kein Hohlkreuz.

4. Katzenbuckel – Pferderücken (Cat-Cow)

Ziel: Mobilisation der gesamten Wirbelsäule, insbesondere der Lendenwirbelsäule – ideal als Morgenübung bei Rückenschmerzen nach dem Schlafen.
Ausführung: Vierfüsslerstand. Runden Sie den Rücken maximal nach oben (Katzenbuckel), dann senken Sie ihn in die Extension (Pferderücken). Langsam und kontrolliert, 15 Wiederholungen, 2-mal täglich.

5. Seitliche Dehnung des M. quadratus lumborum

Ziel: Reduktion der Spannung im Hauptverursacher seitlicher Kreuz Schmerzen.
Ausführung: Stehend, rechten Arm über den Kopf strecken. Seitneigung nach links, bis ein deutliches Dehnungsgefühl in der rechten Flanke spürbar ist. Halten Sie 30 Sekunden, 3 Wiederholungen pro Seite.

6. Yoga gegen Rückenschmerzen

Yoga gegen Rückenschmerzen hat in randomisierten kontrollierten Studien eine Schmerzreduktion von 40–50 % bei chronischen Lumbalgien gezeigt. Besonders wirksame Asanas sind: Kindhaltung (Balasana), Kobra (Bhujangasana) und Taube (Eka Pada Rajakapotasana). Ein Yoga-Programm von 2-mal wöchentlich à 60 Minuten über 12 Wochen reduziert nachweislich die Schmerzintensität und verbessert die Funktionsfähigkeit.

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Behandlung von Rückenschmerzen – was hilft?

Die Frage was hilft gegen Rückenschmerzen lässt sich evidenzbasiert beantworten: Ein multimodaler Ansatz mit Physiotherapie als Kernelement zeigt die besten Langzeitergebnisse.

Physiotherapie – der Goldstandard

Physiotherapie gilt als Erstlinienbehandlung bei akuten und chronischen Rückenschmerzen. Die Therapie bei physio2move.ch umfasst:

MethodeWirkungsweiseEvidenzgrad
Aktive ÜbungstherapieKräftigung der Rumpfstabilisatoren, Verbesserung der KoordinationHoch (Cochrane 2024)
Manuelle TherapieMobilisation der Wirbelsegmente, Verbesserung der GelenkbeweglichkeitHoch
Rückenschmerzen MassageReduktion muskulärer Triggerpunkte, Senkung des Muskeltonus, Massage bei Rückenschmerzen besonders wirksam bei myofaszialen BeschwerdenModerat
Rückenschmerzen TapenKinesio-Taping zur propriozeptiven Unterstützung und kurzfristigen SchmerzlinderungNiedrig–Moderat
McKenzie-MethodeSystematische mechanische Diagnostik und Therapie – besonders wirksam bei BandscheibenproblemenHoch

Hausmittel gegen Rückenschmerzen

Was tun gegen Rückenschmerzen mit einfachen Mitteln? Die folgenden Hausmittel – teils Omas Hausmittel gegen Rückenschmerzen – haben sich bewährt:

  • Wärmeanwendungen: Wärmflaschen, Kirschkernkissen oder heisses Bad gegen Rückenschmerzen (38–40 °C, 15–20 Minuten) erhöhen die lokale Durchblutung um bis zu 40 % und senken den Muskeltonus. Ergänzend wirken Rückenschmerzen Badezusatz mit Arnika oder Rosmarin durchblutungsfördernd.
  • Kälteapplikation: Bei akuten Entzündungen oder nach Trauma – Eispackung für maximal 15 Minuten.
  • Topische Analgetika: Rückenschmerzen Salbe bzw. Salbe gegen Rückenschmerzen mit Diclofenac oder Ibuprofen zeigen moderate Wirksamkeit. Eine Salbe Rückenschmerzen mit Capsaicin kann bei chronischen Beschwerden die Schmerzweiterleitung hemmen.
  • Stufenlagerung: Rückenlage mit Unterschenkeln auf einem Stuhl (90°-Winkel in Hüft- und Kniegelenk) – entlastet die Bandscheiben sofort um bis zu 50 % des Drucks.
  • Kissen für Rückenschmerzen: Ein Lendenstützkissen am Bürostuhl reduziert die lumbale Belastung. Seitenschläfer profitieren von einem Kissen zwischen den Knien.

Medikamentöse Therapie

Bei starken Rückenschmerzen kann kurzfristig eine medikamentöse Schmerztherapie sinnvoll sein – immer in ärztlicher Absprache:

  • NSAR (Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen): Entzündungshemmend und schmerzlindernd, max. 7–10 Tage
  • Paracetamol: 500–1000 mg bis 4-mal täglich – neuere Studien zeigen allerdings begrenzte Wirksamkeit bei Rückenschmerzen
  • Muskelrelaxantien: Bei ausgeprägtem Muskelhartspann kurzfristig einsetzbar
  • Opioide: Nur bei schwersten Schmerzen und kurzzeitig – das Abhängigkeitsrisiko ist erheblich

Eine Operation ist nur in 1–2 % aller Fälle indiziert – bei progressiven neurologischen Ausfällen, Cauda-equina-Syndrom oder therapieresistenten radikulären Beschwerden nach 6–12 Wochen konservativer Behandlung.

Rückenschmerzen was hilft sofort? Soforthilfe-Programm

Wenn Sie sich fragen Rückenschmerzen: was hilft sofort oder Rückenschmerzen Kreuz was tun, empfehlen wir dieses 5-Schritte-Sofortprogramm:

  1. Stufenlagerung – 10 Minuten Rückenlage mit Beinen auf einem Stuhl (90°-Winkel) zur sofortigen Druckentlastung der Bandscheiben
  2. Wärme auflegen – Wärmflasche oder warmes Tuch auf den Rückenschmerzen Kreuz-Bereich für 15 Minuten
  3. Sanfte Mobilisation – 10 Wiederholungen Katzenbuckel-Pferderücken im Vierfüsslerstand
  4. Beckenkippungen – 15 Wiederholungen in Rückenlage
  5. Gehen – 15–20 Minuten Spaziergang in moderatem Tempo; Bewegung fördert die Durchblutung und aktiviert die körpereigene Schmerzmodulation

Diese Massnahmen können akute Schmerzen im Kreuz innerhalb von 20–30 Minuten spürbar lindern. Wichtig: Vermeiden Sie strenge Bettruhe – diese verzögert die Genesung nachweislich.

Joggen bei Rückenschmerzen – erlaubt oder tabu?

Joggen bei Rückenschmerzen ist ein vieldiskutiertes Thema. Die aktuelle Studienlage zeigt: Bei unspezifischen Rückenschmerzen ist moderates Laufen (3–4-mal wöchentlich, 20–30 Minuten) nicht nur erlaubt, sondern sogar förderlich. Die rhythmische Belastung verbessert die Ernährung der Bandscheiben und stärkt die stabilisierende Muskulatur. Kontraindiziert ist Joggen bei akutem Bandscheibenvorfall mit Nervenwurzelirritation, Spondylolisthesis Grad III–IV und akutem Hexenschuss. Nach Abklingen der akuten Phase kann ein schrittweiser Wiedereinstieg erfolgen – idealerweise begleitet durch physiotherapeutische Beratung.

Prävention: Rückenschmerzen langfristig vorbeugen

Die effektivste Strategie gegen wiederkehrende Rückenprobleme ist eine Kombination aus regelmässiger Bewegung, ergonomischer Optimierung und Stressmanagement:

  • Rückentraining: 2–3-mal wöchentlich gezieltes Rumpfstabilisationstraining mit Übungen unterer Rücken und Ganzkörperkräftigung
  • Ergonomie am Arbeitsplatz: Was tun gegen Rückenschmerzen im Büro? Bildschirmhöhe anpassen, dynamisches Sitzen mit Positionswechsel alle 30 Minuten, Steh-Sitz-Arbeitsplatz verwenden. Die Investition in einen ergonomischen Bürostuhl mit Lordosenstütze reduziert Rückenbeschwerden um bis zu 50 %.
  • Matratze und Schlaf: Eine Matratze gegen Rückenschmerzen sollte alle 8–10 Jahre ersetzt werden. Matratze Rückenschmerzen Testsieger sind in der Regel mittelfeste Modelle (H3), die eine neutrale Wirbelsäulenposition ermöglichen.
  • Stressmanagement: Achtsamkeitstraining, progressive Muskelrelaxation und regelmässige Bewegung senken die Chronifizierungsrate um bis zu 30 %.
  • Körpergewicht: Jedes Kilogramm Übergewicht erhöht die Belastung der Lendenwirbelsäule um 4 kg. Gewichtsreduktion bei Adipositas gehört zu den wirksamsten Massnahmen gegen Rückenschmerzen.
Präventiv handeln – Rückenschmerzen vermeiden: Bei physio2move.ch bieten wir individuelle Präventionsprogramme mit Haltungsanalyse, ergonomischer Beratung und einem massgeschneiderten Übungsprogramm. Jetzt Beratungstermin vereinbaren →

Häufig gestellte Fragen zu Rückenschmerzen

Wie unterscheidet man Nieren- oder Rückenschmerzen?

Nieren oder Rückenschmerzen lassen sich klinisch differenzieren: Nierenschmerzen sind im Flankenbereich lokalisiert, oft einseitig, und reagieren nicht auf Bewegung. Typische Begleitsymptome sind Fieber, Übelkeit und Veränderungen beim Wasserlassen. Muskuloskelettale Rückenschmerzen hingegen sind bewegungsabhängig, bilateral und reagieren auf Lagewechsel.

Was ist das «Wundermittel» gegen Rückenschmerzen?

Das oft gesuchte Wundermittel Rückenschmerzen existiert als einzelne Massnahme nicht. Die wirksamste Therapie ist die Kombination aus aktiver Bewegungstherapie (3–5-mal wöchentlich), Stressreduktion und ergonomischer Optimierung. Diese Kombination reduziert die Schmerzintensität in Studien um 50–70 %.

Rückenschmerzen nach Schlafen – was tun?

Rückenschmerzen nach Schlafen, die nach dem Aufstehen nachlassen, deuten auf eine ungeeignete Matratze oder Schlafposition hin. Eine Matratze mittleren Härtegrads, ein flaches Kissen unter dem Kopf (Rückenschläfer) und ein Kissen für Rückenschmerzen zwischen den Knien (Seitenschläfer) können die Beschwerden signifikant reduzieren.

Rückenschmerzen Kreuz Übungen – welche helfen?

Rückenschmerzen Kreuz Übungen sollten den M. multifidus, M. transversus abdominis und die Glutealmuskulatur gezielt ansprechen. Die oben beschriebenen Übungen (Beckenkippung, Brücke, Bird Dog) bilden ein evidenzbasiertes Basisprogramm für Kreuzschmerzen. Kreuzschmerzen Übungen sollten schmerzfrei durchführbar sein – beginnen Sie mit geringer Intensität und steigern Sie progressiv.

Was ist ein LWS Syndrom?

Das LWS Syndrom (Lumbalgie) bezeichnet Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule, die durch verschiedene Ursachen entstehen können. Die Diagnose Kreuzschmerzen Ursachen umfasst muskuläre Dysfunktionen, Facettengelenkarthrosen, Bandscheibenprotrusionen und ISG-Blockierungen. In den meisten Fällen ist das LWS Syndrom konservativ behandelbar.

Fazit

Rückenschmerzen sind häufig, in über 90 % der Fälle gutartig und konservativ behandelbar. Die Kombination aus gezielten Übungen gegen Rückenschmerzen, ergonomischer Anpassung und professioneller Physiotherapie bietet die höchste Evidenz für eine nachhaltige Schmerzreduktion. Ob Rückenschmerzen unterer Rücken, Rückenschmerzen oberer Rücken oder Rückenschmerzen mittlerer Rücken – Bewegung ist die beste Medizin für Ihren Rücken. Vermeiden Sie prolongierte Inaktivität und suchen Sie bei anhaltenden oder starken Beschwerden professionelle Hilfe.

Ihr nächster Schritt: Vereinbaren Sie einen Termin bei physio2move.ch – unsere spezialisierten Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten in der Schweiz helfen Ihnen, Ihre Rückenschmerzen gezielt und nachhaltig zu behandeln. Jetzt online buchen →

Letzte Aktualisierung: April 2026. Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder physiotherapeutische Beratung.

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